Der Verein für Soziale Dienstleistungen e.V. hat zum Ziel, ein umfassendes Hilfesystem anhand von integrierten, flexiblen und bedarfsorientierten Angeboten für erziehungsbedürftige und seelisch behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Jugendliche und junge Erwachsene darzustellen.

 

Hierbei werden Leistungen der Jugendhilfe nach  §§ 27 i.V.m. § 30, 35a, 41  SGB VIII und  § 53, 54 SGB XII als Komplexleistung erbracht. Störungsspezifische Behandlung und pädagogische Förderung wird unter Einbeziehung des familialen Systems und des sozialen Umfeldes  auf den Einzelfall abgestimmt und synergetisch eingesetzt.

 

Das Leitziel der Arbeit ist die Reintegration in das gesellschaftliche Leben (selbstbestimmte Teilhabe)  und die differenzierte  Förderung der betroffenen Jugendlichen, um passgenaue Lösungsstrategien zu entwickeln.

 

Wir bieten den Jugendlichen Einzelwohnungen, Wohngemeinschaften oder andere Hilfeformen an. Größtmögliche Flexibilität und passgenaue Settings sind hierbei eine Grundvoraussetzung. 

 

Leistungsangebot der ambulanten Hilfen

 

Um zielführend, individuell und flexibel auf die Bedürfnisse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen einzugehen bietet der Verein für Soziale Dienstleistungen e.V. folgende Leistungsangebote:

 

Ambulant Betreutes Wohnen als Trainingswohnen:

Verselbstständigung für Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 15. Lebensjahr in einer vereinsgeführten Wohngemeinschaft mit der Möglichkeit eines Übergangs in eine eigene Wohnung. Betreuung durch Nachtbereitschaften und einen Hauswirtschaftsdienst mit gemeinsamem Mittagessen ist gewährleistet. Jugendliche mit fehlender schulisch-beruflichen Perspektive nehmen an tagesstrukturierenden Maßnahmen teil. Hilfe kann flexibel und sofort starten. Betreuungsintensität: 15 – 20 Fachleistungsstunden / Woche.

 

Ambulant Betreutes Wohnen nach § 35a SGB VIII:

Psychotherapeutisch orientierte ambulante Betreuung ab dem 15. Lebensjahr in einer vereinsgeführten Wohngemeinschaft oder ab Volljährigkeit in einer eigenen Wohnung. Es können psychotherapeutisch-pädagogische Settings installiert und eine therapeutische Anbindung organisiert und begleitet werden. Eine präzise sozialpädagogische Diagnostik (IC 3 nach Pantucek, PIE) und eine psychiatrische Diagnostik sind möglich. Möglichkeit der Teilnahme an der Nachtbereitschaftsbetreuung, Hauswirtschaft, gemeinsames Mittagessen, tagesstrukturierende Maßnahmen. Hilfe kann flexibel und sofort starten. Betreuungsintensität: ca. 15 – 20 Fachleistungsstunden / Woche.

 

Ambulant Betreutes Wohnen:

Weitere Betreuung und Begleitung in die eigene Wohnung ab Volljährigkeit ggf. unter Beginn oder Fortführung der o.g. Aspekte (Nachtbereitschaft, Hauswirtschaftsdienst, psychotherapeutische Anbindung, tagesstrukturierende Maßnahmen). Die Wohnung kann durch den Träger vermietet werden, evtl. mit der Möglichkeit zur Übernahme. Hilfe kann flexibel und sofort starten. Betreuungsintensität: ca. 4 – 15 Fachleistungsstunden / Woche.

 

Ambulantes Clearing:

Soforthilfe mit möglichst schneller und präziser Diagnostik und sozialpädagogischer Abklärung (IC 3 nach Pantucek, PIE) bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die aufgrund psychiatrischer  Erkrankungen oder der familiär bedingten Situation akut gefährdet sind – in einem zeitnahen Clearingprozess wird eine passgenaue auf den Einzelfall bezogene Betreuungsform erarbeitet. Das ambulante Clearing kann sowohl in einer vereinsgeführten Wohngemeinschaft, als am derzeitigen Wohnort stattfinden. Hilfe kann flexibel und sofort starten. Betreuungsintensität je nach Clearingauftrag: ca. 12 -30 Fachleistungsstunden / Woche.

 

Bedarfsorientierte Hilfeleistungen:

· Tagesstrukturierende Maßnahmen: Das Konzept zur trägerinternen ambulanten Tagesstrukturierung steht den Betreuten zur Verfügung. Dies beinhaltet eine vorausgehende Anamnese der Alltagsproblematik, eine nach den SMART-Kriterien aufgebaute Zielformulierung und eine auf dem Case-Management und der lösungsorientierten Beratung basierenden Durchführung von Förderangeboten. (s. Broschüre Farbe fürs Leben)

 

· Familienunterstützende Maßnahmen: Erziehungsberatung, systemische Beratung für Eltern (in Bezug auf die Erziehungsfähigkeit). Bei Eltern mit einem psychischen oder suchtbedingten Krankheitsbild zusätzlich entsprechende begleitende Hilfestellung. 

 

Besondere Merkmale des Leistungsangebotes

 

Sicherung der Betreuungskontinuität vom Übergang der Jugendhilfe in die Erwachsenenhilfe

Unsere Trägerschaft des Ambulant Betreuten Wohnens bietet eine fortlaufende Betreuung und Begleitung an der Schnittstelle zum Übergang der Hilfen des SGB VIII zum SGB XII und die damit einhergehenden Personalressourcen. Nach Beendigung der Kostenträgerschaft durch das zuständige Jugendamt kann die bestehende Bezugsbetreuung bei der Antragstellung zur Eingliederungshilfe nach §§ 53,54 SGB XII begleiten und der Träger im Anschluss an die bewilligte Hilfe weiter betreuen.  

 

Sicherung von Wohnraum und Finanzen

Die einzelnen Standorte der Jugendhilfe des Vereins sind jeweils mit Wohngemeinschaften und Einzelwohnräumen zur ambulanten Betreuung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgestattet. Außerdem verfügt der Verein über in der Stadt Hamm verteilten Wohnraum in Form von vermietbaren Einzelwohnungen zur ambulanten Betreuung. Hierbei fungiert der Verein sowohl als Vermieter, um kurzfristigen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, als auch um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor einer drohenden Obdachlosigkeit zu bewahren und unterstützt zusätzlich bei der Beantragung von Leistungen und der finanziellen Sicherung von Miete und Lebensunterhalt.

 

Betreuung nach § 35 a SGB VIII

Unsere qualifizierten MitarbeiterInnen können außerdem im Arbeitsfeld der Eingliederungshilfe

gem. § 35a SGB VIII eingesetzt werden und arbeiten eng mit ortsansässigen psychiatrischen Kliniken und Kinder und JugendpsychotherapeutInnen zusammen.

 

Qualitätsmerkmal partnerschaftliche Zusammenarbeit

Betreute Jugendliche und junge Erwachsene erhalten einen klar strukturierten Bezugsrahmen und erfahren vertrauensbasierte, transparente und partnerschaftliche Zusammenarbeit zur Stärkung ihrer eigenen Interessen und Selbstständigkeit. Die Angehörigen und Familien werden bei uns unter dem Grundsatz des verantwortlichen und partnerschaftlichen Handelns eng in die Entwicklungsprozesse eingebunden.

 

Zielsetzung: Stabilisierung und Verselbstständigung

 

  • Stabilisierung in einem sicheren Umfeld
  • Lebenspraktische Unterstützung annehmen können
  • Eine Tagesstruktur ausarbeiten
  • Eine psychiatrische Anbindung und / oder psychotherapeutische Unterstützung erreichen
  • Die Auseinandersetzung mit der eigenen Erkrankung veranlassen
  • Finanzielle Sicherung
  • Unterstützung bei der Erreichung eines Schulabschlusses
  • Erarbeitung einer beruflichen Perspektive
  • Förderung von sozialen Kontakten und eines adäquaten Freizeitverhaltens
  • Unterstützung bei der Bewältigung von Krisen

 

Zielsetzungen: Persönlichkeitsentwicklung- und Identitätsbildung

 

  • Verbesserte Erziehungsbedingungen in der Familie erreichen
  • Das Selbsthilfepotential der Jugendlichen und des Umfeldes / der Familie stärken
  • Die psychosoziale Kompetenz verbessern
  • Entwicklungsrückstände („Sozialisationsschäden“) aufarbeiten
  • Die Bereitschaft des Jugendlichen stärken, sich auf schulisches Lernen einzulassen (Förderung)
  • Förderung der Lernmotivation, Lernblockaden lösen
  • Förderung des Sozialverhaltens
  • Förderung der Beziehungsfähigkeit anhand einer vertrauensvollen, beständigen und verlässlichen Eins zu Eins Beziehung zur Bezugsbetreuung
  • Die Bereitschaft zur Übernahme von Eigenverantwortung stärken, sowie die Selbstständigkeit  fördern

 

Personalstruktur

 

Die ambulanten Hilfen werden vom Verein für Soziale Dienstleistungen e.V. durch Fachkräfte mit entsprechender pädagogischer Qualifikation durchgeführt. In der Regel sind dies SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, DiplompädagogInnen und ErzieherInnen, häufig mit entsprechenden Zusatzqualifikationen (insbes. systemische Beratung).

 

Die jeweiligen Betreuerteams werden durch eine fachlich qualifizierte Teamleitung, eine Verwaltungskraft, Nachtbereitschaften mit pädagogischen Grundqualifikationen, eine Hauswirtschaftskraft und einen Hausmeister unterstützt.


 

 

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